Monatskommentar Juli 2016

von admin am 23. August 2016 · 0 Kommentare

Mitte Juli erreichte das Volumen von Staatsanleihen mit Negativverzinsung einen neuen Rekordwert: rund 13.000 Mrd. USD. In der hoch verschuldeten Eurozone (Q1 2016: 9.600 Mrd. Euro, Maastricht-Grenze 60% des BIP, aktuell: 91,7%) rentierten zuletzt rund 53% aller ausstehenden Staatsanleihen negativ, darunter selbst italienische! Mittlerweile weisen auch bereits europäische Unternehmensanleihen in Höhe von 465 Milliarden Euro eine negative Rendite aus. (Quelle: WSJ, Bank of America Merrill Lynch)

Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer und Analysten wurden im Juli die Aktienmarktverluste durch den Brexit größtenteils wieder aufgeholt, in den USA sogar übertroffen. Für Großbritannien hört man die Begründung, dass der um gut 10% abgestürzte brit. Pfund die Exportchancen erhöht. Monatsergebnisse: DAX +6,8%, S&P 500 +3,6%. Auch ein um 14% fallender Ölpreis konnte der Erholung nichts anhaben.

Von seinem Allzeithoch ist der DAX 17% entfernt, andere Indizes der Eurozone sogar deutlich mehr. Einer der Gründe für den deutlich schwächeren Verlauf im Vergleich zu den US-Märkten ist in
der Situation der europäischen Banken zu finden. Regelmäßig zeigen die Ergebnisse der „Stresstests“ durch die europäische Bankenaufsicht, dass ein Großteil der Banken immer noch unterkapitalisiert ist und dem Szenario einer Rezession nicht standhalten würde. Bei dem Ende Juli veröffentlichten Bericht haben besonders italienische Banken schlecht abgeschnitten.

Die Zielfondszusammensetzung ist weiterhin eher konservativ, obwohl die Aktienquote von 19% auf knapp 34% erhöht wurde. Die Bandbreite der Monatsergebnisse der Zielfonds war weiterhin hoch. Sie lag zwischen +5,5% und -0,9%, zwei wurden im Laufe des Monats verkauft. Insgesamt war der LogiInvest Ende des Monats in 15 Zielfonds investiert. Die Nettoaktienquote lag bei 34%.

Mit besten Grüßen

Franz Brandtner

Weitere Infos zum Fonds unter LogiInvest GmbH.

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