Unter dem Begriff "Quantitative Easing 2" (QE2* = Mengenmäßige Lockerung Nr. 2, da es seit der Finanzkrise das zweite Mal durchgeführt wird) gab die US-Notenbank Anfang November bekannt, bis Mitte 2011 weitere Staatsanleihen im Volumen von 600 Mrd. USD mit frisch gedruckten Geld aufzukaufen.
Dazu kommt noch das Geld aus auslaufenden Staatsanleihen, sodass die FED dann insgesamt Papiere im Wert von, besser in Höhe von 1.700 Mrd. USD besitzt.
Laut Reuters erschien nun auf YouTube ein sehenswertes Video über die FED und deren Vorsitzenden Ben Bernanke. Selbst wenn Sie Englisch nicht fließend sprechen, werden Sie vieles im Video verstehen.
Damit wird natürlich das Problem der ausufernden Staatsschulden in keinster Weise gelöst. Kritiker behaupten, dass die neue Maßnahme ein Eingeständnis des Scheiterns der bisherigen Politik sei.
Die befürchtete Kurskorrektur an den Aktienmärkten auf diese FED-Entscheidung ist ausgeblieben, stattdessen wurde die Ankündigung mit starken Kurssteigerungen begrüßt.
Die Gefahr einer neuen Blase
Eine liquiditätsgetriebene Hausse (Anstieg der Börsenkurse) kann zwar weit tragen, steht aber erfahrungsgemäß auf dünnen Beinen.
Viele Politiker haben bereits Ihren Zweifel an der Richtigkeit dieser erneuten Aktion geäußert.
Das heißt jetzt nicht, dass wir uns von ansteigenden Börsen fernhalten werden. Ganz im Gegenteil, werden wir schrittweise unsere Aktienquote steigern.
Wir wollen damit aber betonen, dass wir trotz positiver Börsenentwicklungen und positiver Medienberichte unsere kritische Sichtweise beibehalten werden und uns gegebenfalls entsprechend kurzfristig auch wieder zurückziehen werden.
Mit besten Grüßen
Franz Brandtner und Günter Frey
* Quantitative Lockerung, englisch quantitative easing, ist eine Geldpolitik der Zentralbank, die zum Einsatz kommt, wenn der Zinssatz der Zentralbank bereits auf null oder fast auf null gesetzt wurde und weiterhin eine expansive Geldpolitik angesagt ist. In diesem Fall kann die Zentralbank versuchen, durch Aufkauf von Wertpapieren, etwa von Staatspapieren usw. weiterhin die Wirtschaft mit mehr Geld zu versorgen. Quelle: wikipedia.de
