Monatskommentar März 2015

von admin am 24. April 2015 · 0 Kommentare

Das marktbeherrschende Thema war nach wie vor die Geldpolitik der Notenbanken. Die EZB startete den Ankauf der Euro-Staatsanleihen für die nächsten 18 Monate für insgesamt 1.100 Mrd. Euro.    

Die europäischen Aktienmärkte erreichten stattdessen weitere Zuwächse, vor allem auch angetrieben durch den erneuten Euro-Rückgang. Anders die US-Märkte, die wegen dem Dollaranstieg Rückgänge der Unternehmensgewinne einkalkulieren und zusätzlich mit steigenden Zinsen rechnen müssen. Deshalb konnten sie seit Jahresanfang noch keinen Zuwachs erzielen.

Im Logiinvest wurden nun zwecks besserer Streuung  alle Zielfonds auf max. 10% begrenzt. Um den dadurch reduzierten Aktienanteil auszugleichen, wurde ein neuer europäischer Aktienfonds, der in werthaltige Aktien im Stile Warren Buffetts investiert, ergänzt.  Generell wird es aber immer schwieriger günstige Aktien in Europa zu finden.

Mit besten Grüßen

Franz Brandtner

Weitere Infos zum Fonds unter LogiInvest GmbH.   

Nach der Ankündigung von Mario Draghi, dass die EZB ab März 2015 60 Mrd. EUR pro Monat für den Kauf von Anleihen drucken wird,  sind die europäischen Aktienmärkte regelrecht in die Höhe geschossen. Vom Ausmaß erinnert dies an das Jahr 2000. Zusätzlich angefeuert werden speziell die europäischen Märkte durch den Verfall des Euro, der die Exportmöglichkeiten deutlich erhöht und damit auch die Gewinnentwicklung der exportorientierten Unternehmen, allen voran vieler deutscher Firmen.

Für die US-Unternehmen gilt das Gegenteil. 40% der Einnahmen der 500 größten US-Unternehmen werden im Ausland erwirtschaftet. Durch den Verfall ausländischer Währungen gegenüber dem US-Dollar muss man hier mit deutlichen Gewinnrückgängen bis hin zu Verlusten rechnen. Folglich verzeichnen die US-Aktienindizes dieses Jahr auch noch keine Gewinne. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal kann es hier zu negativen Überraschungen kommen.

Die europäische Notenbankpolitik führt andererseits aber in zweierlei Hinsicht zur „Verarmung“ der europäischen Bevölkerung:
Erstens ist unser Vermögen gegenüber den Amerikanern um 35% gesunken.
Zweitens ist der Großteil der Altersvorsorge auf Zinspapiere ausgerichtet, die speziell in Deutschland nichts mehr bringen. Zinsen auf 10-jährige deutsche Staatsanleihen sind aktuell auf unter 0,2% pro Jahr gefallen. Und selbst bei 30-jährigen Staatsanleihen erhält man erstmals in der Geschichte weniger als 0,6% pro Jahr.

Damit sind die Zinssätze mittlerweile niedriger wie in Japan.
Hier wird es für viele Lebensversicherer schwierig, wenn nicht unmöglich, selbst den schon mehrmals abgesenkten Garantiezins zu erreichen. In derselben Art sind die Versorgungswerke der Ärzte u. ä. davon betroffen. Dazu kommt die Überalterung der Bevölkerung. Alternativer Lösungen müssen von der Politik attraktiver gemacht werden.

Durch die spürbare Verbesserung der Wirtschaftsperspektiven erhöhten die aktiv gemanagten Zielfonds den Aktienanteil auf 51%. Wir haben zusätzlich den maximalen Anteil  eines Fonds auf 10,x% begrenzt, um weniger von zwischenzeitlichen Durchhängern einzelner Zielfonds beeinflusst zu werden, so wie es letztes Jahr der Fall war. Und wir werden noch auf weitere Fonds streuen.

Mit besten Grüßen

Franz Brandtner

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Monatskommentar Januar 2015

von admin am 23. Februar 2015 · 0 Kommentare

Nach erneuten starken Rückgängen des Ölpreises bis zu 18%, die die Sorgen um die Weltwirtschaft weiter anheizten, sorgte die EZB mit der Ankündigung eines über den Erwartung liegenden, immensen Anleihekaufprogrammes für stark steigende Aktienmärkte in Europa: DAX +7%, EuroStoxx 50 +6,8%.

Auf der anderen Seite des Atlantiks fürchtet man immer wieder die Beendigung der ultralockeren Politik mit einem ersten Zinsanstieg. So verloren die US-Märkte S&P 500 -4,1%, Dow Jones -4,55%.

Diese gegenläufigen monetären Ausrichtungen der amerikanischen und europäischen Notenbanken sorgen an den Finanzmärkten für enorme Verunsicherung und entsprechende Schwankungen. Ausschläge während eines Handelstages von 3% und mehr im DAX sind mittlerweile regelmäßig zu beobachten. Und die Freigabe des Schweizer Franken durch die Schweizer Nationalbank hat das Vertrauen ebenso erschüttert. Für viele Strategien mit aktiver Steuerung der Aktienquote ein schwieriges Umfeld.

Wir haben die Positionen weiter gleichmäßiger verteilt, sodass die größte Position nunmehr maximal einen Anteil von 10,x% hat.

Mit besten Grüßen

Franz Brandtner

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Die Märkte hatten im Dezember erneut heftige Bewegungen. Öl übernahm hier die Spitzenposition mit einem Verlust von knapp 20% in den ersten zwei Wochen des Monats und zog die Aktienmärkte mit hinunter, bevor die Ankündigung der amerik. Zentralbank sie wieder steigen ließ. Bewegungen innerhalb des Monats beliefen sich auf -5%/+6% für den S&P500, -7.5%/+6% für den DAX, -9%/+7% für den Eurostoxx50. Alle beendeten den Monat negativ zwischen -0.4% und -3.2%. Die deutschen 10-Jahres-Anleiherenditen fielen erstmals bis auf 0,55%. Der Euro notierte gegenüber dem US Dollar um 2,8% tiefer.

Wir haben den Anteil des größten Zielfonds von 14,3% auf 11,5% reduziert, um weniger negativ von übergewichteten Zielfonds beeinflusst zu werden. Dessen Aktien hatten sich in den letzten Monaten deutlich schlechter entwickelt als die von anderen Value-Managern. Wir sind aber nach wie vor von dem Zielfondsmanager überzeugt, weil er einer der wenigen ist, der die Aktien absichert. Der neue Valueaktienfonds hat sich wie gewünscht seit der Umschichtung deutlich besser entwickelt. Dadurch ist auch der Anteil an Aktienfonds gegenüber den Vormonaten um 2,2% gestiegen.

Weiters haben wir einen kleinen Anteil nach Gesprächen mit dem Fondsmanager in einen neuen Fonds mit einem Risk-Parity-Ansatz (gleichgewichtetes Risiko in unterschiedliche Anleiheklassen und  Aktien) investiert, der sich stabiler und auch besser entwickelt als seine Mitbewerber. Der Fondsmanager hat langjährige Erfahrung mit diesem Konzept für ein Family-Office eines vermögenden Kunden. Seit einem Jahr gibt es diese Strategie nun auch für andere institutionelle Investoren ab 250.000 Euro.

Acht der 13 Zielfonds beendeten den Monat positiv oder neutral. Die Bandbreite lag zwischen +1,72% und -1,33%.

Mit besten Grüßen

Franz Brandtner

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Monatskommentar November 2014

von admin am 23. Dezember 2014 · 0 Kommentare

Gerade einmal 6 Wochen nach dem Rückschlag des DAX bis auf 8355 Punkte endete der deutsche Index bei 9.980 Punkten. Mit ruhigen vernünftigen Entscheidungen auf Basis mittelfristiger Konjunkturdaten hat das nichts zu tun, es erinnert eher an das Handeln eines übernervösen Psychotikers. Einmal mehr prägte die Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik seitens der EZB den Börsenverlauf.

Die Blase an den Anleihemärkten wird weiter forciert. So sank am 27.11.2014 der Zinssatz für 10-jährige deutsche Staatsanleihen erstmals in der Geschichte auf 0,7%. Für Anleihen bis zu 4 Jahren Laufzeit zahlt Deutschland schon seit längerem keine Zinsen mehr, ganz im Gegenteil müssen für die „Sicherheit“ Strafzinsen bezahlt werden. Finanzminister Schäuble freut sich, so lässt sich durch den Rückenwind der Zentralbanken ein ausgeglichener Haushalt darstellen.

Neun der elf Zielfondsmanager beendeten den Monat positiv. Der Aktienanteil, der den allgemeinen Börsenschwankungen unterliegt, lag zum Monatsende mit 40,8% ähnlich wie vor einem Monat. Durch die überkaufte Situation bleiben die Vermögensverwalter weiter vorsichtig.

Mit besten Grüßen

Franz Brandtner

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Monatskommentar Oktober 2014

von admin

Im Oktober setzten die Märkte ihre Abwärtsbewegung bis Mitte des Monats fort, um darauf wie ein gespanntes Gummiband wieder nach oben zu schnappen.
Die Märkte sind die letzten Jahren zum Spielball der Zentralbanken und Hochfrequenzhändler geworden. Zufälligerweise fallen die Aktienmärkte genau bis zum Verfallstag der Optionen und starten tags darauf wieder eine Rallye. Die amerikanische Notenbank [...]

Monatskommentar September 2014

von admin

Ab Monatsmitte korrigierten die Aktienmärkte wieder stärker aufgrund Sorgen über das weltweite Wirtschaftswachstum. So beendete bspw. der MSCI World  den Monat mit -2,85%. Der DAX beendete das Monat mit 0%. Angeführt wurde der Kursrückgang von den kleineren Werten: MDAX -0,6%, SDAX -2,3%, Russell 2000-Index (USA) -6,2%. Die Edelmetalle fielen auf neue Tiefstände: Gold -5,4%, Silber [...]

Monatskommentar August 2014

von admin

Während sich die Aktienmärkte nach dem 10%-Rücksetzer des DAX durch  erneut angekündigte EZB –Maßnahmen wieder erholen konnten, sank die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen erstmals in der Geschichte auf unter 1%. Regional profitierten vor allem die amerikanischen Märkte, Europa und vor allem Japan hinkten weiter hinterher. Der Euro verlor gegenüber dem USD 1,9%.
Entsprechend unterschiedlich waren die [...]

Monatskommentar Juli 2014

von Franz Brandtner

Durchwachsene europäische Wirtschaftsdaten, Befürchtungen über einen Zinsanstieg in den USA und vor allem die Sanktionen aus Amerika und Europa gegenüber Russland haben die Märkte im Juli stark verunsichert und im Minus schließen lassen. Die europäische Wirtschaft, allen voran Deutschland, ist davon am stärksten betroffen. Das Minus fiel hier am größten aus: DAX -4,3%.
Die von uns [...]

Monatskommentar Juni 2014

von Franz Brandtner

Die Aktienmärkte entwickelten sich im Juni uneinheitlich: Zuwächse in den USA (Dow Jones 0,65%), Rückgänge in Europa, z.B. DAX -1,1%. Die Zinssenkung der EZB und der negative Einlagenzins waren bereits eingepreist. Das europäische Konjunkturumfeld entwickelt sich nicht so positiv, wie man noch Anfang des Jahres prognostiziert hatte. Vor allem findet diese Abkühlung nicht (nur) in [...]